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Filame veröffentlicht technischen Leitfaden für nichtmagnetische Federn und amagnetische Legierungen

Technischer Leitfaden von Filame: relative Permeabilität (μr), Kaltverfestigung bei Edelstahl und Legierungswahl für Medizintechnik, Luftfahrt und Sensorik.

14. Oktober 2026
Filame veröffentlicht technischen Leitfaden für nichtmagnetische Federn und amagnetische Legierungen

Aufgrund der steigenden Nachfrage aus anspruchsvollen Branchen wie der Medizintechnik, der Luft- und Raumfahrt sowie der Präzisionsmesstechnik hat die Filame-Gruppe einen umfassenden Fachleitfaden veröffentlicht: Nichtmagnetische Federn: Welche Legierungen Sind Geeignet?.

In hochsensiblen Applikationen — etwa in Magnetresonanztomographen (MRT), Teilchendetektoren, Navigationssensoren oder elektronischen Relais — müssen technische Federn maximale dynamische Dauerfestigkeit gewährleisten, ohne die umgebenden elektromagnetischen Felder zu beeinträchtigen.

Das Kaltverfestigungs-Phänomen bei Standard-Edelstählen

Konstrukteure gehen häufig davon aus, dass standardmäßige austenitische Edelstähle (AISI 301 / 1.4310 oder 302) nach dem Umformen unmagnetisch bleiben. Um jedoch die für Federn notwendigen Zugfestigkeiten zu erzielen, muss der Federdraht stark kaltgezogen werden. Bei dieser plastischen Verformung wandelt sich ein Teil des metastabilen Austenits in ferromagnetischen Verformungsmartensit um.

In der Folge weisen Federn aus Standard-Edelstahl oft eine messbare Restmagnetisierung auf, wobei die relative Permeabilität ($\mu_r$) Werte zwischen 1,1 und 2,0 überschreiten kann. In empfindlichen Mess- oder Analysegeräten führt dieser Restmagnetismus zu Signalverfälschungen oder Drift.

Werkstoffauswahl und interaktives Auswahl-Tool

Der neue Leitfaden von Filame stellt die mechanischen Eigenschaften, Temperaturbereiche und magnetischen Kennwerte der führenden amagnetischen Federwerkstoffe gegenüber:

  • Kobalt-Nickel-Chrom-Superlegierungen (Phynox / Elgiloy): Hervorragende Federkraft, Biokompatibilität und nahezu perfekte amagnetische Neutralität ($\mu_r \approx 1,0004$) von -196°C bis +450°C.
  • Kupfer-Beryllium-Legierungen (CuBe2 / C17200): Höchste elektrische und thermische Leitfähigkeit kombiniert mit absoluter magnetischer Neutralität ($\mu_r \approx 1,0000$), prädestiniert für federnde Kontakte und Sensoren.
  • Nickelbasis-Superlegierungen (Inconel 625 & 718): Maximale Korrosionsbeständigkeit und niedrige Permeabilität ($\mu_r \approx 1,0006$) für anspruchsvolle Tiefsee- und Hochtemperaturanwendungen.
  • Sonderaustenitische Edelstähle (AISI 316L / 1.4404): Signifikant geringere Martensitbildung nach dem Umformen im Vergleich zu 1.4310, geeignet für moderate nichtmagnetische Anforderungen.

Der Leitfaden beinhaltet ein interaktives Werkstoff-Auswahltool und eine detaillierte Vergleichsmatrix, mit denen Ingenieure Werkstoffe nach Permeabilitätsgrenzwert, mechanischer Festigkeit und thermischer Beständigkeit filtern können.

Engineering-Support von Filame für Ihre Federprojekte

Von der Auslegungsphase bis zur automatisierten Serienfertigung unterstützt das Engineering-Team von Filame Ihr Unternehmen:

  1. Lesen Sie den ausführlichen Leitfaden: Auswahlleitfaden für nichtmagnetische Federn.
  2. Nutzen Sie unser Online-Tool zur Federberechnung nach DIN EN 13906 für Last- und Spannungsberechnungen.
  3. Informieren Sie sich über unser Fertigungsspektrum im Bereich Federn und Drahtbiegeteile.
  4. Reichen Sie Ihre 2D-Zeichnungen oder 3D-CAD-Dateien direkt über unser Kontakt- und Anfrageformular für eine schnelle Machbarkeitsprüfung ein.

Fragen & Antworten

01 Warum werden Standard-Edelstahlfedern aus 301 und 302 nach der Fertigung magnetisch ?
Austenitische Edelstähle (1.4310 / AISI 301, 302, 304) sind im lösungsgeglühten Zustand unmagnetisch. Für die Erzielung hoher Federzugfestigkeiten ist jedoch starkes Kaltziehen des Drahtes erforderlich. Diese Verformung wandelt metastabilen Austenit teilweise in ferromagnetischen Verformungsmartensit um, wodurch die relative Permeabilität ($\mu_r$) oft auf Werte von 1,1 bis über 2,0 ansteigt.
02 Welche Federwerkstoffe garantieren relative Permeabilitätswerte von $\mu_r \le 1,001$ ?
Filame fertigt Präzisionsfedern aus hochentwickelten Legierungen wie Phynox / Elgiloy ($\mu_r \approx 1,0004$), Berylliumkupfer CuBe2 (C17200, $\mu_r \approx 1,0000$) und Inconel 625 ($\mu_r \approx 1,0006$). Diese Werkstoffe bleiben auch nach anspruchsvollem Kaltwinden vollständig amagnetisch.
03 Wie sollten amagnetische Eigenschaften in der Zeichnung spezifiziert werden ?
Die Nennung einer Werkstoffbezeichnung reicht nicht aus. Konstruktionszeichnungen sollten die maximal zulässige relative Permeabilität ($\mu_r$), den Wärmebehandlungszustand, Einsatztemperaturen und die Dokumentation durch Prüfzeugnis EN 10204 3.1 an den fertigen Federn verbindlich festlegen.
04 Welche Fertigungskapazitäten bietet Filame für nichtmagnetische Sonderfedern ?
Filame fertigt kundenindividuelle Druckfedern, Zugfedern, Schenkelfedern sowie Drahtbiegeteile im Abmessungsbereich von 0,1 mm bis 20 mm Drahtdurchmesser – vom Einzelstück für die Prototypenphase bis zur Großserie.
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